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Ratgeber · Wasserfilter ohne Anschluss

Wie funktioniert ein Schwerkraftfilter (ohne Wasseranschluss)?

Kein Installateur, kein Strom: Ein Schwerkraftfilter arbeitet mit Schwerkraft. So ist das System aufgebaut, und das dürfen Sie davon erwarten.

Die Schwerkraft erledigt die Arbeit

Ein Schwerkraftfilter (auch Auftischfilter genannt) besteht aus zwei aufeinandergesetzten Behältern. Sie gießen Leitungswasser in den oberen Behälter, in dem sich die Filter befinden, die Schwerkraft drückt es durch die Filterelemente, und unten zapfen Sie das gefilterte Wasser über den Hahn. Kein Anschluss an die Wasserleitung, kein Strom, kein Installateur: hinstellen und eingießen.

Das Element ist der Filter

Alles, was das System leistet, geschieht in den Elementen: gepresste Kohle oder Keramik, durch die das Wasser sickert. Wie viel ein Element zurückhält, unterscheidet sich je nach Marke und Stoff; seriöse Hersteller liefern dazu Prüfberichte mit Reduktionsraten je Stoff. Mehr Filterelemente im selben Gehäuse bedeuten vor allem: schneller filtern, nicht besser filtern.

Primen: der Schritt, den alle vergessen

Neue schwarze Kohleelemente (zum Beispiel von Berkey und BOROUX) müssen zuerst „geprimt“ werden: unter leichtem Druck durchspülen, bis die Poren mit Wasser statt mit Luft gefüllt sind. Überspringen Sie das, läuft das System quälend langsam oder gar nicht durch, und Sie denken, der Filter sei kaputt. Werkzeuge, Erklärung und Anleitung werden selbstverständlich mitgeliefert; rechnen Sie mit höchstens fünf Minuten pro Element. Gegebenenfalls lassen sich praktische optionale Hilfsmittel dazubestellen, eine echte Empfehlung: die BOROUX Automatische Filter-Primer-Pumpe (elektrisch). Bei weißen Keramikelementen (zum Beispiel Coldstream FTO PLUS) ist Primen nicht nötig, das übernimmt das Element selbst (es saugt sich voll). Bedenken Sie jedoch, dass es anfangs bis zu 24 Stunden dauern kann, bevor Wasser hindurchläuft.

Was Sie erwarten dürfen

Rechnen Sie mit einer Durchflussleistung von einigen Litern pro Stunde pro Filtersatz: Sie füllen zum Beispiel den oberen Behälter, und eine Stunde später steht gefiltertes Wasser bereit. Deshalb reicht einem Haushalt meist ein Wasserfilter mit 6 bis 12 Litern: Das System arbeitet, während Sie etwas anderes tun. Bei schwarzen Kohleelementen (zum Beispiel von Berkey und BOROUX) gilt: Je besser das Primen gelungen ist, desto besser laufen sie durch. Das kann von Filter zu Filter unterschiedlich sein und ist völlig normal. Bei weißen Keramikelementen (zum Beispiel Coldstream FTO PLUS) ist die Geschwindigkeit konstant und etwas langsamer als bei schwarzen Kohlefiltern.

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